
Abi in der Tasche und was jetzt?
Sich auf einen Beruf festlegen, den ich mein Leben lang ausübe, das kam für mich nicht in Frage. Ich wollte erst Mal die Welt bereisen, unterschiedliche Menschen in verschiedenen Ländern kennenlernen, mich inspirieren lassen, entdecken, was mich reizt und herausfordert.
In den USA lernte ich eine erfolgreiche Journalistin kennen, die mich an die Hand nahm und eintauchen ließ in die faszinierende Welt des Fragens. Schnell entdeckte ich: Interviewpartner, Protagonisten reagieren höchst unterschiedlich. Mal öffnen sie sich, mal machen sie dicht und nichts geht mehr. Fragen können schmerzen wie Peitschenhiebe, aber auch wie Küsse schmecken. Sich auf den Menschen einlassen, den man interviewt, ist eine hohe Kunst. Und die wollte ich lernen.
Durch mein Studium der Publizistik bekam ich den theoretischen Background. Die Praxis kam durchs Schreiben für Tageszeitungen - beim Schwarzwälder Boten, bei der Mainzer Allgemeinen Zeitung sowie beim Vaucluse Matin in Avignon.
Während eines DAAD-Stipendiums an der San Francisco State University entdeckte ich meine Leidenschaft für das Fernsehen. Ein Praktium bei CNN und ich wusste: Das ist mein Beruf. Im Volontariat bei der Taunusfilm in Frankfurt lernte ich, wie Business TV funktioniert: ich tauchte ein in die faszinierenden Welt der größten, mächtigsten deutschen Bank.
Danach zog es mich zum Kinderfernsehen. Fünfzehn Jahre lang habe ich für die ZDF-Kindernachrichten logo! sowie für das Wissensmagazin pur+ gearbeitet. Bei drei Bundestags-Wahlkämpfen interviewte ich mit unseren Kinderreportern die Spitzenkandidaten der großen Parteien, blickte hinter die Kulissen des Politik-Betriebs. Stars aus Sport und Musikbusiness bekam ich vor´s Mikrofon - lernte Tanzen statt Boxen von den Klitschko-Brüdern, "Bälle hochhalten" von Fußball-Trainer Jürgen Klopp und ich "zauberte" Tokio Hotel zum Interview.
So sehr mir diese bunte, schnelllebige Nachrichtenzeit bei logo! Spaß gemacht hat: Langsam merkte ich, es sind die langen Dokumentarfilm-Formate, die mich reizen. Vor allem solche, die den Menschen ins Zentrum stellen. Und ich setzte mir ein Ziel: Ich will Filme machen für die renommierte ZDF-Sendereihe 37°. Diesen Traum erfülle ich mir seit 2007.
11/2017 DEUTSCHER SOZIALPREIS
für: 37° "Wirklich beste Freunde"
12/2016 MEDIENPREIS DER DEUTSCHEN KINDERHOSPIZSTIFTUNG
für: 37° "Wirklich beste Freunde"
12/2012 MEDIENPREIS DER DEUTSCHEN KINDERHOSPIZSTIFTUNG
für: 37° „Wäre cool, wenn sie ein Engel wird!“ 5 Jahre mit Moritz und seiner kranken Schwester
06/2011 HANS STROTHOFF JOURNALISTENPREIS
für „Der Herr der Kugeln“
06/2011 SUPERFEST AWARD, Berkeley, Kalifornien
für stark!: „Moritz: Wäre cool, wenn sie ein Engel wird“
01/2011 BREAK DOWN THE BARRIERS AWARD Sotchi, Russland
für stark!: „Moritz: Wäre cool, wenn sie ein Engel wird“
01/2010 GRIMME-PREIS
nominiert für „logo! Der Kandidatencheck. Kinderreporter fragen Spitzenpolitiker“
11/2009 DEUTSCHER SOZIALPREIS
für stark!: „Moritz: Wäre cool, wenn sie ein Engel wird“
11/2009 UNICEF-Preis
für stark!: „Moritz: Wäre cool, wenn sie ein Engel wird“
09/2009 ERICH-KÄSTNER-PREIS
für stark!: „Moritz: Wäre cool, wenn sie ein Engel wird“
09/2009 EMIL (Filmpreis von TV-Spielfilm):
für stark!: „Moritz: Wäre cool, wenn sie ein Engel wird“
07/2009 DIVERCINE, Montevideo, Uruguay
3 Preise für stark!: „Moritz: Wäre cool, wenn sie ein Engel wird“
05/2009 GOLDEN CHEST, Sofia, Bulgarien:
für stark!: „Moritz: Wäre cool, wenn sie ein Engel wird“
05/ 2009 GOLDENER SPATZ
für stark!: „Moritz: Wäre cool, wenn sie ein Engel wird“
10/2008 JAPAN PREIS
nominiert für Fortsetzung Folgt: „Marisas erste Schritte“
04/2008 GOLDENER SPATZ
nominiert für Fortsetzung Folgt: „Marisas erste Schritte“
06/2005 ERICH-KÄSTNER-PREIS
nominiert für: STARK! „Paula – Hilfe, Mama bekommt ein Baby!“
03/2004 AXEL-SPRINGER-PREIS FÜR JUNGE JOURNALISTEN
für stark! „Barbara besiegt den Krebs“
11/2002 WEISSER ELEFANT, Bayrischer Kinder-Medienpreis
für: „logo!-Kinderreporter treffen Spitzenpolitiker“